Aguntum
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„Im Jahr 1999 hat man sich in Aguntum dazu entschlossen, einen Schutzbau über dem gesamten Atriumhaus zu errichten. Die beste Lösung für das diffizile Vorhaben, eine etwa 2400 m² große Überdachung unter der Bundesstraßenbrücke durchzuführen und dabei stellenweise für Innenraum und Konstruktion mit etwa 3,5 m Höhe zurecht zu kommen, sollte in einem internationalen Architektenwettbewerb gefunden werden. Wie den römischen Siedlern machte der Wildbach diesem Vorhaben ein Ende. Damit nicht neuerlich Überschwemmungen und Vermurungen Leben und Sachwerte – auch in der Nachbargemeinde – zerstören können, machte die Behörde für Wildbach- und Lawinenverbauung eindeutige Vorgaben für Standort und Höhenlage. Die Geburtsstunde des neuen Archäologischen Museums Aguntum. "Die verfeinerte Kiste beherbergt auf ca. 1.200 m² das in Sicherheit gebrachte rahmenförmige Marmorbecken des Atriumhauses in ihrem von Tageslicht durchfluteten Südteil und eine sachliche Präsentation der archäologischen Sammlung mit einigen inszenatorischen Elementen in der dunkleren Mitte. Die Cortenstahlfassade im Norden zitiert den Grundriss des Atriumhauses in verfremdeter Form. Sie ist gleichzeitig Anreis zum Besuch und Schutz des Inneren vor den Verkehrauswirkungen. Im Süden ist der hallenförmige Raum völlig verglast und öffnet sich zu den Baumkronen des Auwaldes. Ein optischer Abschluß, der sich im Laufe des Tages und des Jahres ständig verändert." Architekt Thomas Moser